Klage eines potentiellen Wählers

Ich kann mich nicht erinnern, dass eine Bundestagswahl je so langweilig war wie dieses Jahr. Es ist klar, dass Merkel weiter regieren wird; unklar ist noch, ob mit SPD oder FDP; einen Unterschied macht das freilich nicht.
Wenn Wahlen etwas ändern könnten, wären sie längst verboten; aber früher gab sich die Politiker-Kaste doch wenigstens Mühe, uns vorzumachen, dass es etwas zu entscheiden gäbe. Heute ist das anscheinend nicht mehr nötig.
Was ist los? Haben die Eliten meinen Blog gelesen und sind faul geworden?
Oder bin ich bloß verwöhnt, weil Trump so ein amüsanter Politik-Darsteller ist?

Krieg heißt heute nicht mehr Krieg

In unserer Reihe „Kunst des 21. Jahrhunderts“ hier das Gedicht „Krieg heißt heute nicht mehr Krieg“:

Krieg heißt heute nicht mehr Krieg sondern
Verantwortung.
Krieg heißt heute nicht mehr Krieg sondern
Stabilisierungseinsatz.

Krieg heißt heute nicht mehr Krieg sondern
Verteidigung der Menschenrechte.
Krieg heißt heute nicht mehr Krieg sondern
solides Mandat.
Angriff heißt heute nicht mehr Angriff sondern
Bestrafungsaktion.
Angriff heißt heute nicht mehr Angriff sondern
pro-aktive Verteidigung.
etc. etc.

Der Sinn des menschlichen Daseins

mensch
Der Mensch hat 2 Beine unten und 2 oben, mit denen er allerhand Unheil anrichtet.

Der Mensch gehört zu den großen Katastrophen der Erdgeschichte, die einen großen Teil der Arten ausrotten. Etwas langsamer als ein auf die Erde stürzender Meteorit, aber dennoch ziemlich schnell, zerstört er den Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere.
Doch jede solchen Katastrophe hat auch ihr Gutes, denn danach hat die Evolution einen Freiraum, in dem sie eine Vielzahl von neuen „Ideen“ ausprobieren kann, auch grundsätzliche Neuerungen statt Detailarbeit.

So hat selbst eine Art wie Homo sapiens ihren Sinn im großen Plan Gaias, indem sie nach ihrem Ableben einen neuen evolutionären Schub auslöst. Außerdem vernichtet die Menschheit die leicht verfügbaren Energieträger, wodurch die nächste Zivilisation von Anfang an nachhaltig ist.
So schafft die Menschheit erst die Voraussetzungen für die Entwicklung der höher entwickelten Arten, wie der Wüstenwühlmaus (kurz Wüwü genannt) und später hoch-technisierter Insekten.

In den nächsten Milliarden Jahren wird die Erde heißer, weil die Sonne sich ausdehnt.
Dadurch steht einerseits Pflanzen mehr Energie zur Verfügung, andererseits wird Wasser knapp.
Durch ihr Außenskelett sind Gliedertiere (Spinnen, Insekten u.a.) vor Wasserverlust gut geschützt. Vor allem aber sind sie sind durch ihren segmentierten Körperaufbau evolutionär viel anpassungsfähiger als die Wirbeltiere, die nie über 4 Beine hinausgekommen sind.
Ein Gliedertier kann durch eine einfache Mutation ein Segment hinzugewinnen, dass dann in der Folge evolutionär angepasst werden kann. Dazu kommt die höhere Nachkommenzahl und die kürzere Generationendauer, durch die die Insekten sich schneller genetisch anpassen können als wir.
Daher sind die Insekten so erfolgreich. Biologen sagen: „In guter Näherung sind alle Tierarten Insekten“ und: „Gott hat offenbar eine außerordentliche Vorliebe für Käfer.“
Die Radioaktivität, die in Folge der menschlichen Tätigkeiten vermutlich weit verbreitet sein wird, wird ihre Evolution zusätzlich anregen. Die Zukunft gehört also, mehr noch als die Gegenwart, den Insekten.

Links oder rechts? Politik ist nicht 1-dimensional

Die Begriffe „links“ und „rechts“ zur Beschreibung der politischen Einstellung sind schlecht gewählt, denn sie suggerieren eine 1-dimensionale politische Landschaft:

links-rechts-1

Doch was bedeuten diese Begriffe?

„Links“ im politischen Sinn bedeutet wohl, dass man „égalité“ und „fraternité“ für wichtig erachtet, also die Einkommensunterschiede in der Gesellschaft eher gering halten will.

„Rechts“ bedeutet nach meinem Verständnis so was wie Nationalismus, oder „law and order“? Jedenfalls scheint mir dies unabhängig von der Dimension „links“ zu sein, also wie folgt:

links-rechts-2

Wenn man klar denken will, braucht man zunächst mal klare Begriffe. Deshalb sollte man „links“ und „rechts“ nicht zur Bezeichnung der politischen Einstellung verwenden.

Modest suggestion of a solution to mankind’s most urgent problem

Mankind is looking for an answer to this great question of our time:
How many kinds of toilets must there be at public places?
Traditionally, only 2 sexes were known, and we had one toilet for each, totalling 2 toilets.
But recent progress in gender research has shown that there are many combinations of sex and gender.
I suggest the following form of stating one’s „toilet status“:
s: 0.8 m, 0.7 f,
gs: 0.1 m, 0.5 f,
gp: 0.3 m, 0.1 f
o: 0.1 m, 1 f.
The numbers describe the current sex, social and psychological gender and sexual orientation, each as a combination of male and female degree.
Addressing the toilets, I suggest to have an infinity of them, arranged in an 8-dimensional hyper-cube.
(As a side effect, the challenge of constructing this building will unite all of mankind’s efforts and lead to world peace.)

Vorschlag zur Lösung des drängendsten Problems der Menschheit

Das wichtigste Problem der Menschheit ist zurzeit die Frage, wie viele verschiedene Toiletten es an öffentlichen Orten geben muss und nach welchen Regeln diese zu benutzen sind. Traditionell kannte man ja nur 2 Geschlechter und hatte für diese 2 verschiedene Toiletten.
Die Fortschritte in der Gender-Forschung zeigten jedoch, dass es zahlreiche verschiedene Kombinationen von biologischem Geschlecht (engl.: sex) und sozialem oder psychologischen Geschlecht (engl.: gender) gibt. Ich schlage vor, dass man sein Geschlecht in Zukunft in folgender Form angibt:
s: 0.8 m, 0.7 w,
g: 0.1 m, 0.5 w,
o: 0.1 m, 1 w.
Die Zahlen beschreiben dabei das aktuelle biologische und das soziale Geschlecht sowie die sexuelle Orientierung, jeweils als Kombination von männlichem und weiblichem Anteil.
Was die Toiletten angeht, schlage ich vor, unendlich viele davon in einem 6-dimensionalen Raum unterzubringen.
(Die gewaltige Herausforderung, diesen Raum zu bauen, dürfte alle Kräfte der Menschheit bündeln und so nebenbei den Weltfrieden herbeiführen.)